Trailrunning-Bekleidung 2026 im Test: Regenjacken, Windjacken, Tights und Gamaschen
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(se abre en una pestaña nueva)Wie wir auswählen
Wir vergleichen jedes Modell anhand geprüfter technischer Daten (Gewicht, Materialien, Preis), Nutzerbewertungen und unserer eigenen Erfahrung beim Laufen und Testen von Ausrüstung bei Rennen von 21K bis über 100K. Wir aktualisieren diesen Ratgeber, wenn sich Preise ändern oder neue Modelle erscheinen. Einige Links sind Affiliate-Links: Wenn du darüber kaufst, erhält TrailRunTemple eine Provision ohne Mehrkosten für dich und ohne Einfluss auf die Auswahl.
Unsere Empfehlungen nach Niveau
- #1Beste Regenjacke: Gore Wear Gore Wear R7 GTX ShakedryBei Amazon ansehen →(se abre en una pestaña nueva)
- #2Bestes Preis-Leistungs-Verhältnis (wasserdicht): Berghaus Berghaus Paclite 2.0 GTXBei Amazon ansehen →(se abre en una pestaña nueva)
- #3Beste Windjacke: Salomon Salomon Bonatti WPBei Amazon ansehen →(se abre en una pestaña nueva)
- #4Beste ultraleichte Windjacke: Montane Montane Featherlite HoodedBei Amazon ansehen →(se abre en una pestaña nueva)
- #5Beste Windjacke für Sichtbarkeit: Salomon Salomon Bonatti Cross WindBei Amazon ansehen →(se abre en una pestaña nueva)
- #6Bestes Baselayer: Odlo Odlo Active Warm EcoBei Amazon ansehen →(se abre en una pestaña nueva)
- #7Beste Lauftights: Salomon Salomon Cross Run TightBei Amazon ansehen →(se abre en una pestaña nueva)
- #8Beste Thermohandschuhe: Salomon Salomon Cross Warm GloveBei Amazon ansehen →(se abre en una pestaña nueva)
- #9Bester Thermo-Buff: Buff Buff ThermonetBei Amazon ansehen →(se abre en una pestaña nueva)
- #10Beste Gamaschen: Salomon Salomon Trail Gaiters HighBei Amazon ansehen →(se abre en una pestaña nueva)
Alle getesteten Produkte

Gore Wear
Gore Wear R7 GTX Shakedry
Ultraleichte Gore-Tex-Shakedry-Regenjacke (110 g). Komplett wasserdicht ohne Innenmembran, hoch atmungsaktiv. Die Referenz für Bergläufer.

Berghaus
Berghaus Paclite 2.0 GTX
Regenjacke mit Gore-Tex-Paclite-Membran (etwa 330 g). Komplett wasserdicht mit versiegelten Nähten, feste verstellbare Kapuze, Windschutz hinter dem Reißverschluss und Bündchenregulierung. Packt sich klein in die Weste. Schwerer als eine reine Running-Hardshell, erfüllt aber die Vorgabe einer wasserdicht-atmungsaktiven Membran der Reglements und ist der bezahlbare Weg zu Gore-Tex.

Salomon
Salomon Bonatti WP
Ultraleichte wind- und wasserdichte Jacke (135 g). Versiegelte Nähte, verstellbare Kapuze und rückseitige Belüftung. Verstaut sich in der eigenen Tasche.

Montane
Montane Featherlite Hooded
Ultraleichte Windjacke mit Kapuze (120 g in Größe M). Pertex-Quantum-Air-Gewebe aus elastischem 12-Denier-Nylon: blockiert den Wind und lässt Wärme und Feuchtigkeit besser entweichen als fast jede Regenjacke. PIVOT-Kapuze, elastische Bündchen, Taschen mit YKK-Reißverschluss. Reine Windjacke, nicht wasserdicht.

Salomon
Salomon Bonatti Cross Wind
Trailrunning-Windjacke mit Kapuze (134 g). Winddichtes AdvancedSkin-Gewebe mit wasserabweisender DWR-Behandlung und reflektierenden Details. Frontale Belüftung per Knopf und Verstauen in der eigenen Tasche. Ohne Membran: wehrt Spritzwasser und Wind ab, keinen anhaltenden Regen.

Odlo
Odlo Active Warm Eco
Thermo-Langarmshirt aus recyceltem Gewebe mit Anti-Geruchs-Behandlung. Aktive Temperaturregulierung, ideal als Basisschicht am Berg.

Salomon
Salomon Cross Run Tight
Lange Trail-Tights mit elastischem und atmungsaktivem Gewebe. Verstellbarer Bund, Gesäßtasche mit Reißverschluss. Schutz vor Kälte und Vegetation.

Salomon
Salomon Cross Warm Glove
Thermo-Laufhandschuhe mit rutschfester Handfläche und Touch-Fingerkuppen. Leicht, warm und mit Stöcken kompatibel.

Buff
Buff Thermonet
Thermo-Schlauchtuch mit Primaloft-Technologie. Speichert die Körperwärme, ultraleicht und vielseitig: Mütze, Halstuch, Stirnband. Ideal fürs Hochgebirge.

Salomon
Salomon Trail Gaiters High
Hohe Trailrunning-Gamaschen, die vom Knöchel bis zur halben Wade reichen. Physische Barriere gegen Steine, Schlamm, Sand und Brennhaare des Prozessionsspinners. Robustes und atmungsaktives Gewebe mit verstellbarem Verschluss, mit jedem Schuh kompatibel.
Beim Trailrunning ist der größte Feind nicht immer der Höhenunterschied: Es ist der Wetterwechsel, den du nicht kommen gesehen hast. Du startest bei 15 °C im Tal und auf 2.000 m triffst du in 40 Minuten auf Wind, Nieselregen und einen Temperatursturz von 10 Grad. Technische Bekleidung ist keine Markenspielerei – sie entscheidet, ob dieser Wetterwechsel eine kleine Unannehmlichkeit ist oder ein DNF. Dieser Ratgeber vergleicht die technischen Teile, die 90 % der Kälte-, Wind- und Regen-Szenarien in einem Rennen lösen, mit besonderem Fokus auf das Teil, das die meisten Zweifel aufwirft und das Budget am stärksten belastet: die Jacke. Wir behandeln 5 Jacken – zwei Membran-Regenjacken und drei Windjacken – plus thermisches Baselayer, Tights, Handschuhe, Buff und Gamaschen.
Welche Jacke brauchst du: Membran-Regenjacke oder Windjacke
Bevor du Modelle vergleichst, kläre, in welcher Kategorie du bist. Das sind zwei verschiedene Kleidungsstücke für zwei verschiedene Probleme:
- Membran-Regenjacke (Gore-Tex oder gleichwertig): vollständig wasserdicht, verschweißte Nähte, hält stundenlangem Regen stand. Genau das verlangen die Reglements des UTMB-/ITRA-Zirkus als Pflichtausrüstung. Sie wiegt mehr (110–330 g) und atmet weniger. In diesem Ratgeber: Gore Wear R7 GTX und Berghaus Paclite 2.0.
- Windjacke (mit oder ohne wasserabweisende DWR-Ausrüstung): blockt Wind, hält Spritzwasser und leichten Regen ab, weicht bei anhaltendem Regen aber durch. Deutlich leichter (100–140 g), atmet besser und funktioniert als Alltags-Außenschicht. Sie besteht keinen Gear-Check, wenn das Reglement eine Membran fordert. In diesem Ratgeber: Salomon Bonatti WP, Montane Featherlite Hooded und Salomon Bonatti Cross Wind.
Faustregel: Verlangt dein Rennreglement eine “wasserdichte, atmungsaktive Jacke mit verschweißten Nähten”, brauchst du eine Membran. Läufst du nur bei Vorhersage von Wind und dem einen oder anderen Schauer, wiegt eine gute Windjacke halb so viel und du wirst sie viel öfter tragen.
Vergleichstabelle
| Produkt | Kategorie | Schutz | Gewicht ca. | Kaufen |
|---|---|---|---|---|
| Gore Wear R7 GTX Shakedry | Gore-Tex-Regenjacke | Vollständig wasserdicht (Membran) | 110 g | Amazon → |
| Berghaus Paclite 2.0 GTX | Gore-Tex, wasserdicht | Vollständig wasserdicht (Membran) | 330 g | Amazon → |
| Salomon Bonatti WP | Winddichte, wasserabweisende Jacke | Hält Regen ab; verschweißte Nähte | 135 g | Amazon → |
| Montane Featherlite Hooded | Ultraleichte Windjacke | Wind; sehr leichter Regen | 120 g | Amazon → |
| Salomon Bonatti Cross Wind | Windjacke mit Reflektoren | Wind; hält Spritzwasser ab (DWR) | 134 g | Amazon → |
| Odlo Active Warm Eco | Thermisches Baselayer | Temperaturregulierung; kein Windschutz | 155 g | Amazon → |
| Salomon Cross Run Tight | Lauftights | Kälte; Kratzer durch Vegetation | 190 g | Amazon → |
| Salomon Cross Warm Glove | Thermohandschuhe | Kalte Hände; Stockeinsatz | 50 g | Amazon → |
| Buff Thermonet | Thermo-Buff | Kälte an Kopf und Hals | 60 g | Amazon → |
| Salomon Trail Gaiters High | Gamaschen | Steine, Schlamm, Prozessionsspinner | 90 g | Amazon → |
Ungefähres Gewicht pro Stück in Standardgröße. Ohne die Gore-Tex-Regenjacke wiegen alle übrigen Teile zusammen unter 900 g und passen in eine 5-Liter-Weste.
Trailrunning-Bekleidung auswählen: die 5 entscheidenden Faktoren
1. Das 3-Schichten-System, nicht Einzelteile
Alles in diesem Ratgeber funktioniert als Schichtsystem: Baselayer (Thermoshirt, direkt auf der Haut, transportiert Schweiß), Midlayer (isoliert gegen Kälte) und Außenschicht (schützt vor Wind und Regen – hier sitzen die 5 Jacken). Kauf keine Teile nach dem Motto “das wärmste” – kauf nach dem, was deinem System fehlt. Hast du schon eine Windjacke, läufst aber mit einem Baumwoll-Shirt darunter, saugt sich die Baumwolle mit Schweiß voll und kühlt dich aus; das ist das schwache Glied.
2. Echte Wasserdichtigkeit vs. Wasserabweisung (DWR)
Es gibt einen riesigen Unterschied zwischen einer Jacke mit Membran (Gore-Tex und Gleichwertiges: voll wasserdicht, verschweißte Nähte, hält stundenlang Regen) und einer mit DWR-Ausrüstung (weist Spritzer und leichten Regen ab, weicht bei anhaltendem Regen aber durch). Die Gore Wear R7 GTX und die Berghaus Paclite 2.0 sind echte Membranen; die Bonatti WP, die Featherlite und die Bonatti Cross Wind sind Windjacken mit wasserabweisender Ausrüstung, von der wirksamsten zur schwächsten. DWR baut außerdem mit jeder Wäsche ab: Sie muss reaktiviert werden.
3. Gewicht und Packmaß
In einem Rennen belegt jedes Teil, das du “für alle Fälle” mitschleppst, Platz in der Weste. Eine 120-g-Windjacke packt sich auf Faustgröße und du hast sie immer dabei; eine 330-g-Bergsteiger-Gore-Tex wiegt ihren Teil, ist aber die, die das Reglement fordert. Wähle das Minimum, das dein Rennen verlangt – nicht das Leichteste um jeden Preis.
4. Vielseitigkeit
Ein Thermo-Buff funktioniert als Mütze, Halswärmer oder improvisierter Verband. Eine leichte Windjacke geht ohne Stopp an und aus und taugt fürs Training das ganze Jahr. Je vielseitiger ein Teil, desto weniger Totgewicht trägst du für Szenarien, die vielleicht nie eintreten.
5. Temperaturbereich und das Reglement deines Rennens
Ein Sommerrennen in mittlerer Höhe (wo die Jacke nur für ein mögliches Gewitter ist) ist nicht dasselbe wie ein Hochgebirgs-Ultra mit Nachtstart. Prüf immer das Reglement: Viele Rennen des UTMB-/ITRA-Zirkus verlangen explizit eine wasserdicht-atmungsaktive Membranjacke mit verschweißten Nähten, eine Mütze/Buff und Handschuhe als Pflichtausrüstung – eine einfache Windjacke ohne Membran besteht den Gear-Check nicht.
Die 5 Jacken im Detail
1. Gore Wear R7 GTX Shakedry — Beste Regenjacke
Die Gore Wear R7 GTX Shakedry ist die absolute Wasserdicht-Referenz unter Bergläufern. Die Shakedry-Technologie entfernt die übliche äußere Textilschicht von Gore-Tex und lässt die Membran frei: das Ergebnis sind nur 110 g, totale Wasserdichtigkeit und eine Atmungsaktivität, die keine DWR-Jacke erreicht.
Vorteile: 100 % echte, dauerhafte Wasserdichtigkeit (baut nicht wie DWR mit der Wäsche ab), federleicht, packt sich auf Faustgröße.
Nachteile: Premium-Preis, die Shakedry-Membran ist empfindlicher und verträgt Gestrüpp- oder Felsabrieb weniger gut als ein verstärktes Gewebe.
Ideal für: jedes Rennen mit strikter Membranjacken-Pflicht (UTMB-/ITRA-Zirkus) oder wenn die Vorhersage anhaltenden Regen im Hochgebirge meldet und du zugleich das geringstmögliche Gewicht willst.
Gore Wear R7 GTX Shakedry bei Amazon ansehen →2. Berghaus Paclite 2.0 GTX — Bestes Preis-Leistungs-Verhältnis (wasserdicht)
Die Berghaus Paclite 2.0 GTX ist der günstige Einstieg in echtes Gore-Tex. Sie nutzt eine Gore-Tex-Paclite-Membran mit verschweißten Nähten, eine feste verstellbare Kapuze, eine Sturmleiste hinter dem Reißverschluss und Ärmelverstellung: Sie erfüllt die Reglement-Anforderung “wasserdicht-atmungsaktive Jacke mit verschweißten Nähten” zweifelsfrei. Dafür wiegt sie rund 330 g (dreimal die Gore Wear) und hat einen Wanderschnitt, weniger körpernah fürs Laufen.
Vorteile: volle, langlebige Gore-Tex-Membran, gültig für die Pflichtausrüstung, der günstigste Weg in echtes Gore-Tex, abriebfesteres Gewebe als eine Shakedry.
Nachteile: rund 330 g, schwerer und voluminöser in der Weste, langer, weiter Wanderschnitt, atmet unter hoher Belastung weniger als eine laufspezifische Jacke.
Ideal für: den Läufer, der eine Membranjacke braucht, um beim ersten Bergultra den Gear-Check zu bestehen, ohne ein Premium-Budget auszugeben, oder der die Jacke auch fürs Bergsteigen und Wandern nutzt.
Berghaus Paclite 2.0 GTX bei Amazon ansehen →3. Salomon Bonatti WP — Beste Windjacke
Die Salomon Bonatti WP liegt zwischen Membran und Windjacke: eine winddichte Jacke mit verstärkter wasserabweisender Behandlung, verschweißten Nähten, verstellbarer Kapuze und Rückenbelüftung, alles in 135 g, die sich in die eigene Tasche packen. Sie hält Regen für eine gute Weile ab, ist aber keine Membran: bei stundenlangem Dauerregen weicht sie irgendwann durch.
Vorteile: die Windjacke in diesem Ratgeber mit dem besten Regenschutz, verstellbare Kapuze, die die Seitensicht nicht blockiert, Rückenbelüftung gegen den Sauna-Effekt an steilen Anstiegen, verschweißte Nähte.
Nachteile: hält stundenlangem Dauerregen nicht wie eine Membran stand, etwas schwerer als eine reine Windjacke, bei Gear-Checks mit zertifizierter Membran nicht immer akzeptiert.
Ideal für: Bergrennen mit Vorhersage von gelegentlichen Schauern oder starkem Gipfelwind, bei denen du nicht die totale Wasserdichtigkeit einer Gore-Tex brauchst, aber mehr Schutz als eine einfache Windjacke.
Salomon Bonatti WP bei Amazon ansehen →4. Montane Featherlite Hooded — Beste ultraleichte Windjacke
Die Montane Featherlite Hooded ist die Referenz-Windjacke für alle, die Gewicht und Atmungsaktivität priorisieren. Pertex Quantum Air, elastisches 12-Denier-Nylon: blockt Wind und lässt Wärme und Feuchtigkeit besser entweichen als fast jede Regenjacke, mit PIVOT-Kapuze, elastischen Bündchen und YKK-Reißverschlusstaschen. Nur 120 g in Größe M.
Vorteile: eine der leichtesten Windjacken mit Kapuze, außergewöhnliche Atmungsaktivität an Anstiegen (kein Sauna-Effekt), Kapuze und Bündchen, die abdichten ohne einzuengen, winziges Packmaß.
Nachteile: nicht wasserdicht, hält nur sehr leichten Regen ab; das 12-Denier-Gewebe ist empfindlich gegen Fels- und Astabrieb; nicht gültig für Reglements mit Membranpflicht.
Ideal für: Rennen und Training mit Wind und Kälte, aber ohne sicheren Regen, schnelle Läufer, die unter jeder geschlossenen Schicht überhitzen, und um sie fürs geringe Gewicht als Wind-Joker in der Weste zu behalten.
Montane Featherlite Hooded bei Amazon ansehen →5. Salomon Bonatti Cross Wind — Beste Windjacke für Sichtbarkeit
Die Salomon Bonatti Cross Wind ist eine 134 g leichte Windjacke mit Kapuze aus AdvancedSkin-Gewebe mit wasserabweisender DWR-Ausrüstung, einer Frontknopf-Belüftung und – ihr Alleinstellungsmerkmal – reflektierenden Details über das ganze Kleidungsstück verteilt. Sie hält Spritzwasser und Wind ab; es gibt keine Membran, also weicht sie bei anhaltendem Regen durch.
Vorteile: großzügige Reflektoren für Nacht- und Morgendämmerungsläufe, Frontknopf-Belüftung, die sich in Bewegung öffnet, packt sich in die Brusttasche, athletischer schmaler Laufschnitt.
Nachteile: keine Membran, kein Schutz vor Dauerregen; der schmale Schnitt sitzt über einem dicken Baselayer eng; das DWR verliert mit der Wäsche an Wirkung.
Ideal für: alle, die das ganze Jahr nachts trainieren oder Ultras mit langen Nachtabschnitten laufen und die Sichtbarkeit in der Jacke integriert haben wollen, statt sich nur auf Weste und Stirnlampe zu verlassen.
Salomon Bonatti Cross Wind bei Amazon ansehen →Jacken-Vergleich: welche für dein Rennen
Die 5 Jacken lösen dasselbe Problem – Wind und Wasser in den Bergen – mit sehr unterschiedlichen Ansätzen. Wähle nach Szenario:
- Striktes Reglement (UTMB-/ITRA-Zirkus, Hochgebirgs-Ultras) + minimales Gewicht: Gore Wear R7 GTX Shakedry. Echte Membran, 110 g, am wenigsten voluminös.
- Striktes Reglement bei knappem Budget oder Mischnutzung mit Bergsteigen: Berghaus Paclite 2.0 GTX. Gleicher Membranschutz, wiegt mehr und kostet deutlich weniger.
- Gelegentliche Schauer und starker Wind, keine Membranpflicht: Salomon Bonatti WP. Die Windjacke, die Regen am längsten abhält, bevor sie durchweicht.
- Nur Wind und Kälte, Priorität auf Atmung und geringem Gewicht: Montane Featherlite Hooded. Die leichteste und die mit der besten Atmung.
- Nur Wind, aber häufig nachts laufend: Salomon Bonatti Cross Wind. Schutz ähnlich der Featherlite, mit integrierten Reflektoren.
Allgemeine Regel: eine Membran (Gore Wear oder Berghaus), wenn das Reglement es fordert oder die Vorhersage stundenlangen Regen meldet; eine Windjacke (Bonatti WP, Featherlite oder Bonatti Cross Wind) für alles andere, also für die meisten deiner Ausfahrten.
Schichten kombinieren je nach Wetter deines Rennens
- Sommer im Hochgebirge (Start bei Morgendämmerung oder nachts): technisches Kurzarmshirt + Buff Thermonet in der Tasche + Montane Featherlite Hooded (oder Bonatti Cross Wind, wenn du nachts läufst) für den Gipfel. Der Temperatursturz in der Höhe bei Tagesanbruch ist auch im Juli real.
- Herbst-Winter mit Regenvorhersage und striktem Reglement: Odlo Active Warm Eco als Baselayer + Salomon Cross Run Tight + Gore Wear R7 GTX oder Berghaus Paclite 2.0 als Außenschicht + Handschuhe und Buff getragen, nicht in der Tasche.
- Gelegentliche Schauer ohne Membranpflicht: Baselayer + Salomon Bonatti WP + Buff und Handschuhe griffbereit.
- Abschnitte mit Schlamm, Prozessionsspinnern oder niedriger Vegetation: ergänze das obige Setup um die Salomon Trail Gaiters High, unabhängig von der Temperatur – das einzige Teil in diesem Ratgeber, das vom Gelände abhängt, nicht vom Wetter.
- Extreme Kälte oder starker Gipfelwind: Baselayer + Windjacke oder Regenjacke + Handschuhe + Buff. Lieber zu viel als zu wenig.
Analyse der übrigen Teile
Odlo Active Warm Eco — Bestes Baselayer
Das Odlo Active Warm Eco ist das Langarm-Baselayer, das die unsichtbare, aber essenzielle Arbeit macht: direkt auf der Haut getragen, transportiert es Schweiß nach außen und hält eine stabile Temperatur, statt den Schweiß auf der Haut abkühlen zu lassen. Recyceltes Gewebe mit Anti-Geruch-Behandlung, willkommen bei Ultras über 6 Stunden.
Vorteile: echte aktive Temperaturregulierung (nicht nur “Wärme”), Anti-Geruch-Gewebe für lange Rennen, enger Sitz, der sich sauber unter jede Außenschicht legt.
Nachteile: bietet allein keinen Schutz vor Wind oder Regen, braucht bei widrigen Bedingungen eine Windjacke oder Regenjacke darüber.
Ideal für: Nacht- oder Morgendämmerungsstarts im Hochgebirge und als festes Baselayer für jedes Herbst-Winter-Rennen.
Odlo Active Warm Eco bei Amazon ansehen →Salomon Cross Run Tight — Beste Lauftights
Die Salomon Cross Run Tight ist eine lange Tight aus elastischem, atmungsaktivem Gewebe mit verstellbarem Bund und einer Reißverschluss-Rückentasche für ein Gel oder einen Schlüssel. Sie ersetzt die kurze Hose bei Herbst-Winter-Rennen oder Morgendämmerungsstarts und schützt außerdem vor Kratzern durch niedrige Vegetation auf zugewachsenen Pfadabschnitten.
Vorteile: sehr günstig für das Gebotene, Gewebe, das keine Feuchtigkeit wie Baumwolle hält, praktische Rückentasche, um ein Gel ohne Weste mitzunehmen.
Nachteile: nicht winddicht oder wasserdicht, weicht bei starkem Regen durch wie jede technische Tight.
Ideal für: Rennen mit Start bei Morgendämmerung, Herbst-Winter-Veranstaltungen oder Abschnitte mit niedriger Vegetation, wo eine Tight die Beine besser schützt als eine kurze Hose.
Salomon Cross Run Tight bei Amazon ansehen →Salomon Cross Warm Glove — Beste Thermohandschuhe
Der Salomon Cross Warm Glove löst ein sehr konkretes Problem: Die Hände gehören im Hochgebirge zu den ersten Dingen, die auskühlen, und zum Letzten, woran Läufer denken. Eine rutschfeste Handfläche für sicheren Stockgriff, touchscreen-taugliche Fingerspitzen, damit du sie nicht zum Blick aufs Handy oder die Uhr ausziehen musst, und ein Gewicht so gering, dass du sie in der Tasche nicht spürst, wenn die Temperatur steigt.
Vorteile: kompatibel mit Stockeinsatz ohne Griffverlust, wirklich funktionale Touchscreen-Spitzen, nehmen zusammengepackt fast keinen Platz weg.
Nachteile: nicht wasserdicht, weichen bei starkem Regen durch und verlieren etwas Isolierung.
Ideal für: Nachtstarts, Gipfel über 2.000 m oder jedes Rennen, dessen Reglement Handschuhe als Pflichtausrüstung fordert.
Salomon Cross Warm Glove bei Amazon ansehen →Buff Thermonet — Bester Thermo-Buff
Der Buff Thermonet ist das vielseitigste Teil im ganzen Ratgeber: ein Stoffschlauch mit Primaloft-Isolierung, der als Mütze, Halswärmer, Stirnband oder improvisierter Verband funktioniert, fast ohne Gewicht oder Volumen. Er hält Körperwärme an Kopf und Hals, zwei Bereichen, über die ein erheblicher Teil des Wärmeverlusts geschieht, wenn die Temperatur fällt oder der Wind auffrischt.
Vorteile: wirklich vielseitig (Mütze, Hals, Stirnband), recyceltes Gewebe, passt in jede winzige Westentasche.
Nachteile: ersetzt keine technische Mütze bei extremer Kälte, das Primaloft verliert etwas Isolierung, wenn es durchnässt.
Ideal für: ihn immer als Joker in der Weste zu tragen – er löst Kopf- und Halskälte in Rennen das ganze Jahr, auch bei Sommernächten im Hochgebirge. Er ist thermisch, nicht solar: Suchst du UV-Schutz für die Sommersonne, sieh dir unseren Vergleich von Sonnenschutz an.
Buff Thermonet bei Amazon ansehen →Salomon Trail Gaiters High — Beste Gamaschen
Die Salomon Trail Gaiters High reichen vom Knöchel bis zur Wadenmitte und wirken als physische Barriere gegen Steine, Schlamm, Sand und die reizenden Härchen des Kiefernprozessionsspinners – ein reales Risiko bei Winter- und Frühlingsrennen durch Kiefernwälder in Zentral- und Südspanien. Robustes, atmungsaktives Gewebe mit verstellbarem Verschluss, kompatibel mit jedem Trailschuh.
Vorteile: echte physische Barriere gegen Prozessionsspinner, Steine und Schlamm, verstellbarer Sitz kompatibel mit jedem Trailschuh, atmungsaktives Gewebe, das keine Wärme staut.
Nachteile: nicht wasserdicht (nur leicht wasserabweisend), können auf sehr technischen Abfahrten leicht verrutschen.
Ideal für: Winter- oder Frühlingsrennen durch Kiefernwaldgebiete (Prozessionsspinner-Risiko) oder Abschnitte aus Schlamm und losem Gestein, wo ständig Geröll in den Schuh gerät.
Salomon Trail Gaiters High bei Amazon ansehen →Häufige Fehler mit technischer Trail-Bekleidung
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Eine DWR-Windjacke kaufen und denken, sie sei dasselbe wie Gore-Tex. Die DWR-Behandlung baut mit der Wäsche ab und gibt dir falsche Sicherheit, bis sie beim ersten Dauerregen durchweicht. Fordert dein Rennreglement eine Membran, brauchst du die Gore Wear R7 GTX oder Berghaus Paclite 2.0, keine Bonatti WP oder Featherlite.
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Warme Schichten ganz unten im Rucksack tragen. Wetterwechsel in den Bergen kündigen sich nicht an. Sind Buff und Handschuhe unter dem Rest deiner Ausrüstung vergraben, hast du dich beim Rauskramen schon 20 Minuten lang gefroren.
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Ein Baumwoll-Shirt als Baselayer nutzen. Baumwolle saugt Schweiß auf und transportiert ihn nicht ab: Sobald der Wind aufhört oder die Belastung sinkt, kühlt diese Feuchtigkeit den Körper viel schneller aus als ein technisches Gewebe.
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Das komplette Schichtsystem nicht vor dem Renntag testen. 4–5 Teile zum ersten Mal am Renntag anzuziehen ist ein Rezept dafür, Scheuerstellen zu entdecken oder dass die Jacke über der Weste nicht gut passt.
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Die konkrete Pflichtausrüstungs-Regel deines Rennens ignorieren. Jedes Rennen setzt eigene Mindestanforderungen – ob eine zertifizierte Membran verlangt wird, ob eine Windjacke akzeptiert wird, ob Handschuhe und Mütze Pflicht sind. Kauf für das, was dein Rennen fordert, nicht für das, was du letztes Jahr bei einem anderen getragen hast.
Häufige Fragen
Brauche ich eine Gore-Tex-Membranjacke oder reicht eine DWR-Windjacke?
Kommt auf Reglement und Vorhersage an. Verlangt dein Rennen eine wasserdicht-atmungsaktive Membran mit verschweißten Nähten (üblich im UTMB-/ITRA-Zirkus) oder meldet die Vorhersage mehrere Stunden Regen, brauchst du eine echte Membran: Gore Wear R7 GTX oder Berghaus Paclite 2.0. Für gelegentliche Schauer oder als Trainings-Windjacke reichen eine Bonatti WP, eine Montane Featherlite oder eine Bonatti Cross Wind und wiegen deutlich weniger.
Was ist der Unterschied zwischen der Gore Wear R7 GTX und der Berghaus Paclite 2.0?
Beide sind Gore-Tex-Membranen und beide sind für die Pflichtausrüstung gültig. Die Gore Wear wiegt 110 g und ist fürs Laufen gebaut; die Berghaus wiegt rund 330 g, hat einen Bergsteigerschnitt und kostet deutlich weniger. Ist Gewicht die Priorität und nutzt du sie viel, Gore Wear. Ist es dein erster Ultra mit Gear-Check und du willst nicht zu viel ausgeben, Berghaus.
Schützen die Montane Featherlite und die Bonatti Cross Wind vor Regen?
Nur vor sehr leichtem Regen und Spritzwasser. Es sind Windjacken: Sie blocken Wind und weisen Wasser eine Weile ab, weichen bei anhaltendem Regen aber durch. Für echten Regen brauchst du die Bonatti WP (hält länger) oder eine Membran.
Kann ich Tights durch kurze Hose und Armlinge ersetzen?
Ja, das ist eine gültige und minimal leichtere Alternative, aber Tights schützen besser vor Kratzern durch niedrige Vegetation und lassen keine Haut an den Knien frei.
Sind Gamaschen nur für den Winter?
Nein. Sie schützen vor Prozessionsspinnern (aktiver im Winter-Frühling in Kiefernwäldern), sind aber auch ganzjährig nützlich auf Abschnitten aus Schlamm, Sand oder losem Gestein, wo ständig Geröll in den Schuh gerät.
Endgültiges Fazit: unsere Wahl
- Beste Regenjacke (minimales Gewicht): Gore Wear R7 GTX Shakedry
- Bestes Preis-Leistungs-Verhältnis (wasserdicht): Berghaus Paclite 2.0 GTX
- Beste Windjacke: Salomon Bonatti WP
- Beste ultraleichte Windjacke: Montane Featherlite Hooded
- Beste Windjacke für Sichtbarkeit: Salomon Bonatti Cross Wind
- Bestes Baselayer: Odlo Active Warm Eco
- Beste Lauftights: Salomon Cross Run Tight
- Beste Thermohandschuhe: Salomon Cross Warm Glove
- Bester Thermo-Buff: Buff Thermonet
- Beste Gamaschen: Salomon Trail Gaiters High
Keines dieser Teile ist der Star des Rennens, aber jedes einzelne kann entscheiden, ob du es beendest oder nicht. Ein Schichtsystem wird nicht am Rennmorgen improvisiert – es wird vorab aufgebaut, im Training getestet und an das angepasst, was Reglement und Vorhersage deines Rennens tatsächlich verlangen. Und wenn du die Jacke hast, lass sie ihre Wasserdichtigkeit nicht durch falsches Waschen verlieren: Imprägnier die Membran regelmäßig neu, sobald Wassertropfen nicht mehr abperlen.
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